Treffen der JunglehrerInnen
 

Bericht über das 1. Arbeitstreffen im März 2020


Im März lud das Forum Zukunft Waldorfschule erstmals zu einem deutschlandweiten Arbeitstreffen ein. Der Einladung folgten rund 45 junge Waldorflehrer*innen aus Ober - und Unterstufe, die die Begeisterung für ihren Beruf miteinander verbindet.

„Berufsbild Waldorflehrer & Gesundheit“ hieß das übergeordnete Thema, zu dem verschiedene Arbeitsgruppen und künstlerische Kurse stattfanden. Der Schularzt Wolfgang Kersten verknüpfte die Inhalte des Themas unter dem Gesichtspunkt der „Lehrergesundheit“, als „Kraftquelle der Begeisterung“ behandelte sie Christof Wiechert, unter dem „Ärztlichen Blick“ betrachtete der Allgemeinmediziner Paul Werthmann das Thema und Tomáš Zdražil untersuchte es als „Einklang von Ich, Astralleib und Ätherleib“. Künstlerische Kurse gab es zur Heileurythmie von Irene Ott, zur Eurythmie von Margarete Kokocinski und zur Sprachgestaltung von Dorothea Schmidt-Krüger.

Die morgendliche Arbeit am Pädagogischen Jugendkurses von Rudolf Steiner zog sich wie ein roter Faden durch das Arbeitstreffen und impulsierte tiefgreifende Gespräche über die heutigen Aufgaben als Mensch.

Nach so einem satten Programm blieb uns abends dennoch Zeit, die Inhalte des Tages in lockeren Gesprächen weiter zu bewegen und Erfahrungen auszutauschen, aber auch, einfach abzuschalten, die Sauna zu nutzen oder sogar ein bisschen zu tanzen.

Der abgelegene Ort des Waldschlösschen Göttingen unterstütze nicht nur eine konzentrierte Arbeit am Thema, sondern ließ dieses für die Teilnehmer*innen auch gleich wirksam werden. Die umliegende Natur lud zu entspannenden Spaziergängen und meditativen Beobachtungen ein. Letztere wurden unter Anleitung von Irene Ott in der Morgenfrühe vertieft.

So verließen wir, die zusammengewachsenen Kolleg*innen, trotz intensiver Zeit den Ort voll frischer Kraft, mit noch mehr Begeisterung und viel Lust auf das nächste Mal.





Das Forum ZUKUNFT Waldorfschule beim Jubiläumsfest in Berlin


Das Forum Zukunft Waldorfschule war am 19. September 2019 beim großen Jubiläumsfest im Tempodrom vertreten. Regina Ott (links im Bild) war eine der Rednerinnen während der Nachmittagsveranstaltung und sprach u.a. über unser gemeinsames Vorhaben als Initiative. Wir hoffen, dass viele Anwesende unser Anliegen an die jungen KollegInnen weitergeben und freuen uns auf das erste große Treffen im März 2020.





 

Ergebnisse (Forum F4) vom Stuttgarter Kongress 8. - 10.  September 2019

Das Forum ZUKUNFT Waldorfschule im Gespräch mit tätigen WaldorflehrerInnen 

Im Rahmen des Stuttgarter Kongresses bot das Forum Zukunft Waldorfschule einen Gesprächsraum an, um erste Eindrücke zu sammeln, welche brennenden Fragen der Zukunft derzeit an Waldorfschulen leben. Dazu wählten wir drei Themen aus: Digitale Medien, Selbstverwaltung und den Umgang mit der Anthroposophie. Wir danken allen Teilnehmenden dieses Gesprächsforums für die anregenden Diskussionen.

 Im Gespräch wurde deutlich, dass es bei unserer Arbeit um Fragen gehen wird nach dem Urimpuls der Waldorfschulbewegung, dem Lauschen und Beobachten der heutigen Situation an jeder Schule und dem Weiterentwickeln und Erneuern der Zukunftsimpulse.

Letztere waren z.B. die Öffnung der Waldorfschulen nach Außen, den Mut haben, ein eigenes Profil zu leben, Zeitgenosse werden (Traditionen hinterfragen und erneuern), sich mehr zu vernetzen, eigenständiger gegenüber den staatlichen Strukturen zu werden, Selbstorganisation als Chance nutzen, etc. 


In den gemeinsamen Diskussionen klang immer wieder an, dass wir als Waldorfschulbewegung mutiger werden wollen. Unsere Zeit bestätigt viele Grundsätze der Waldorfpädagogik, fordert jedoch auch Erneuerungen. Ist es möglich, aus der Menschenkunde heraus noch mehr auf die Individualität zu setzen? Können wir alles pädagogische Handeln aus dem Geist heraus begründen? Müssen Deputate sich auflösen? Müssen Schulen sich nach staatlichen Abschlüssen ausrichten? Sind Eltern in der heutigen Zeit kritischer, wollen sie mehr eingebunden werden in Schulprozesse? Einig waren sich die Teilnehmenden darin, dass Waldorfpädagogik ohne Anthroposophie undenkbar ist. Aber was bedeutet das konkret für die Arbeit im Kollegium, für die Selbsterziehung? Kennen, verstehen und verwenden wir die pädagogischen Instrumente, die aus der Menschenkunde heraus entwickelt wurden? 


 


Auch beim Stuttgarter Kongress 2019 in Stuttgart wird das Forum Zukunft Waldorfschule bei den Foren am Nachmittag von 15:00 bis 16:30 vertreten sein:


Forum - F4

Wie machen wir die Waldorfschule zukunftsfähig?
Welche sind die entscheidenden Fragen der Waldorflehrer, die sich 100 Jahre nach Gründung der ersten Waldofschule für diesen Beruf entscheiden? Vor welche Aufgaben sehen sie sich gestellt? Welche Impulse für die Zukunft der Waldorfpädagogik bringen sie mit? Wir möchten in diesem Rahmen einen Austausch zwischen den Generationen anregen und gemeinsam in die Zukunft blicken.


Verantwortlich:
Alexandra Lenhardt,
Koordination »Forum Zukunft Waldorfschule«
Regina Ott, 
Freie Waldorfschule Überlingen